Bezüglich der Vereinbarkeit von Familie und Job

Vereinbarkeit Job Familie

Viele Frauen geben sich einer Illusion hin; der Illusion, dass der eigene Beruf und das Familienleben gut vereinbar sind.

In Wirklichkeit ist dies nur bei den wenigsten Frauen möglich. Größere emotionale und/oder moralische Belastungen sind da eher die Regel.

Zwar wird das realitätsfremde Modell der guten Vereinbarkeit von Job und Familie seit den 70igern stark propagiert, jedoch zeigt sich, dass dieses Modell in den meisten Fällen funktionsunfähig ist.

Fakt ist: Entweder entscheiden sich viele Frauen, aufgrund der Doppelbelastung, keine Kinder zu haben oder Sie stellen sich der Aufgabe mit entsprechenden hohem Risiko.

Dieses Risiko im Näheren umfasst die Antworten auf folgende Fragen:

– Wie verkraftet das Kind die Trennung von der Mutter, während sie arbeitet?

– Wie groß ist der Bindungsverlust zwischen Mutter und Kind?

– Was bedeutet es für die psycho-soziale Entwicklung des Kind, wenn es durch die „Ersatzbetreuer“ weniger Liebe und Fürsorge erhält?

– Wie sehr belastet es die Mutter, ständige von dem eigenen Kind getrennt zu sein?

– Kann man das „Weggeben“ des Kindes mit sich selbst moralisch/ethisch vereinbaren?

– Wie reagiert der Arbeitgeber auf die Schwangerschaft/Mutterschaft?

– Steht, bei einer Mutterschaft, der Job auf dem Spiel?

– Kann man auf Flexibilität des Arbeitgebers und der Arbeitskollegen hoffen?

– Wird man im Unternehmen ggf. gemobbt, wenn man z.B. früher geht, Aufgaben nicht mehr zügig erfüllt und dadurch unter Umständen sogar Projekte in Gefahr bringt?

– Was passiert, wenn Überstunden verlangt werden?

– Wie sehr leidet die Beziehung mit dem Vater oder Lebenspartner an der Doppelbelastung?

– Wie geht die Mutter damit um, kaum Zeit für sich selbst zu finden bzw. mit den immensen Einschränkungen im Privatleben.

Diese Fragen kann jeder versuchen für sich selbst zu beantworten, um so das Risiko abzuschätzen.

Wir sehen der gesellschaftliche Entwicklung jedenfalls besorgniserregend entgegen.

Das Problem ist die Einstellung in unserer Gesellschaft. Kinder werden nicht selten als Störfaktor gesehen. Liebe, Zeit und Hingabe für die Erziehung des Kindes und für das Wohlergehen in der Familie ist seltener geworden. Das Ansehen der Mutter verschwindet. Die wichtige Arbeit der Hausfrauen wird diskreditiert.

Die feministische Emanzipationbewegung hat vieles verbessert. Vor allem die rechtliche Gleichstellung der Frau ist eine sehr gute Sache. Jedoch hat sich nicht alles gebessert. Die gutgemeinten Lösungen, um eine Unabhängigkeit vom Mann zu erreichen, führte leider in vielen Fällen letztendlich zu schlechteren Zuständen im Familienleben und in der Gesellschaft.

Wir finden: Das bewährte traditionelle Modell mit einem Verdiener muß wieder her. Familie muß wieder gestärkt werden. Sozialistisch kommunistisch Rollenmodelle, bei dem der Staat die Obhut der Babys und Kinder übernimmt, damit beide Elternteile noch mehr produzieren können, ist unmenschlich.

Dies ist ein großer Mißstand. Menschen sind nicht nur dazu da, um von Morgens bis Abends zu arbeiten. Menschen sind keine Maschinen. Vor allem ist der Staat nicht der geeignetste Erzieher. Kinder brauchen ihre Eltern und zwar vor allem die eigene Mutter. Abends erschöpft von der Arbeit zurückkommen und und nur noch seine Ruhe haben wollen, ist kein schönes Lebensmodell.

Wir möchten daher jeder Frau unsere Wertschätzung und Bewunderung zukommen lassen, die sich diesem inhumanen Rollenmodell widersetzt und die fortwährende Propaganda in den Medien ignoriert.

Frauen die sich zusammen mit einem guten Lebenspartner eine glückliche Familie aufbauen und die Prioritäten auf das Wohlergehen in der Familie setzen, habe unsere volle Bewunderung. Wir möchten hier nochmal bestätigend sagen: Es ist gut zuerst an die Familie zu denken und dann an die Karriere. Die Karriere sollte immer eine untergeordnete Rolle spielen.

Einen guten Lebenspartner zu finden und eine Familie aufzubauen, ist einer der wichtigsten Aufgaben im Leben eines Menschen. Letztendlich hängt hiervon das Glücklichsein in großem Maße ab. Aber auch das aktive Zutun und das Sich-Kümmern im bereits bestehenden Familienleben spielt eine große Rolle. Der liebevolle, tolerante und fürsorgliche Umgang auf allen Seiten ist sehr wichtig. Dies funktioniert am Besten, wenn man füreinander da ist und den Partner und die Kinder umsorgt. Man muß Zeit investiert. Das ist keine Schwäche sondern eine Stärke!

Eine gute Familie, die hinter einem steht und für die man da sein kann macht das Leben lebenswerter.